Liebe Gemeinde, liebe Christinnen und Christen,
vor uns liegt die Karwoche, in der wir besonders Jesus am Kreuz in den Blick nehmen, und vor uns liegt das Osterfest, an dem wir Jesus als den Auferstandenen, der den Tod überwunden hat, und das neue Leben feiern.
Nun gibt es viele verschiedene Kreuzes-Darstellungen – eine sehr beeindruckende ist sicher jene, die den Corpus ohne Arme und Hände zeigt.
Ein dazu „passender“ Text, dessen Ursprung auf ein Gebet von Teresa von Avila (1515-1582) zurückgeht, sagt uns:
Christus braucht unsere Füße,
um heute zu den Menschen zu gehen.
Christus braucht unsere Hände,
um heute Menschen zu heilen.
Christus braucht unseren Mund,
um heute Frieden zu stiften.
Christus braucht unser Gesicht,
um heute Hoffnung zu geben.
Christus braucht unser Herz,
um heute die Menschen zu lieben.
Wir sind das Brot, das er heute verteilt.
Wir sind das Evangelium, das er heute verkündet.
Wir sind die Bibel, die die Welt heute liest.
Wir sind Gottes Botschaft,
in Worten und Taten geschrieben.
Herr, lebe in uns.
Handle durch uns.
Liebe in uns.
Mache uns zu Werkzeugen deines Friedens!
Ja, Jesus braucht uns, um seine Botschaft in die Welt hinauszutragen, um den Menschen die Botschaft von der Liebe, vom Frieden und vom Leben, das stärker ist als jeder Tod, als jede Enttäuschung und Verzweiflung, nahe zu bringen. Und da kommt es auf das ganz konkrete Tun und Reden, auf unser Handeln und Verhalten als Christen im Alltag an – das nehmen unsere Mitmenschen, das nimmt die Öffentlichkeit wahr!
So können wir glaubhaft vom Kreuz und vielen Kreuzes-Erfahrungen reden und sie zusammen mit anderen, hilfesuchenden Menschen aushalten; und wir können die Freude, das Hoffnungsvolle und Ermutigende der christlichen Osterbotschaft an alle weitergeben! Denn: Jesus Christus ist auferstanden und lebt – er lebt in uns und handelt durch uns …
Eine gute Karwoche und ein gesegnetes, frohmachendes Osterfest wünscht Ihnen/Euch allen
Ihr/Euer Pastoralreferent
Leo Klinger