nun ist er (bald wieder) da: der „Wonnemonat Mai“ – mit blühenden Blumen, frischem Grün und hoffentlich vielen sonnig-hellen, angenehmen Tagen, die Leib und Seele gut tun. Auch verbinden sich viele Traditionen und Gedenktage mit diesem Monat.
Zum einen ist der Mai jener Monat, wo die kath. Kirche in besonderer Weise an Maria denkt – an jene Frau, die unter „ungünstigsten“ Bedingungen Jesus zur Welt gebracht hat; an jene Frau, die wohl oftmals nicht so recht wusste, wie ihr geschieht, und die dennoch oder gerade deswegen fest auf Gott vertraute; wir denken an jene starke Frau, die nicht nur Freude, sondern auch viel Leid in ihrem Leben erfahren hat (wie ein Blick in die Bibel zeigt) und die trotzdem nicht davongelaufen ist, sondern sogar bis unters Kreuz mitgegangen ist; wir denken an so manches alte und vertraute, ja liebgewonnene Marienlied, an das „Ave Maria“ oder den „Lobgesang Mariens“ (Lk 1,46-55 oder Nr. 688 im Gebetbuch), der auch die prophetische Kraft Marias zeigt. Um vielleicht auch neue Zugänge zu dieser Frau zu erhalten, gilt es – wie der Titel eines kleinen Buches sagt – „die andere Maria“ zu entdecken! So laden wir Sie herzlich zu unseren „Maiandachten“ ein!
Zum anderen gilt der 1. Mai als „Tag der Arbeit“ – paradoxerweise begehen wir diesen „Tag der Arbeit“, indem wir nicht arbeiten; wir feiern vielmehr und das hat auch seinen Sinn: denn Arbeit wird menschlich, wenn wir die Möglichkeit haben, von ihr zu lassen, Pause zu machen, Abstand von ihr zu nehmen. Paradoxerweise erleben wir heute auch, dass die einen in der Arbeit fast ersticken und immer mehr leisten sollen, während andere nach Arbeit suchen und keine (feste) Anstellung finden. In Zeiten von Arbeitslosigkeit merken wir, dass Arbeit für den Menschen ein wertvolles und wichtiges Gut ist, und dass wir noch lernen müssen, verantwortlich, gerecht und solidarisch damit umzugehen …
Eine große Tradition in St. Kunigund, die einst von der Familie Hennig begonnen wurde und nun durch Manfred und Christine Weidner fortgesetzt wird, ist der berühmte „Flohmarkt rund um St. Kunigund“ am 1. Mai – auch dazu laden wir herzlich ein!
Und schließlich sei auch noch der anregende und verbindende ökumenische „Gottesdienst im Grünen“ erwähnt, zu dem wir ebenfalls stets im Mai einladen.
Mit erfrischenden Grüßen Ihr Pastoralreferent Leo Klinger